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Dazu fällt mit ein Schottenwitz ein: Ein Schotte war zu einem Dudelsackwettbewerb und soeben dabei, seine Kunst den Schiedsrichtern darzubieten. Da zog eine Beerdigung an dem Platz vorbei und der dudelnde Schotte unterbrach kurz sein Spiel, machte eine zackige Ehrenbezeugung und spielte weiter. Es ging ja auch um Geld! Die Schiedsrichter waren sehr angetan von seiner Haltung und gaben ihm einige Bonuspunkte. Er winkte ab mit der Bemerkung. "War selbstverständlich – schließlich war ich damit 40 Jahre verheiratet." Es mag für den Betrachter, der diese Spielarten erstmalig zu Augen bekommt, etwas fremd erscheinen, hier ist jedoch kein Mogeln möglich. Die Wettkämpfe erscheinen archaisch, sind jedoch urtümlich und unverfälscht. Hier ist es nur geballte Kraft, Energie und Ausdauer, die zum Sieg führt. Glück und Ge- schick, von jedem ein Quäntchen, gehören noch dazu. Der Stamm wird am Ende hochgehoben, einige Schritte in dieser senkrechten Lage vorwärts getragen, mit Wucht in Blickrichtung hochgeworfen, damit sich die obere Spitze nach unten richtet. Ziel ist es, den Stamm zum Überschlag zu bringen, damit sich die Unterseite des überschlagenen Stammes in Blickrichtung vorwärts befindet. Nichts für Weicheier und Warmduscher, hier hilft nur rohe Gewalt. Aber es geht, wir haben es gesehen. Das Gewichtheben, auch so eine Eigenart dieser Spiele, fällt aus dem Rahmen des Gewöhnlichen. Es müssen drei große Steine, einzeln bis zu einem Gewicht von 300pds, nach Zeit aufgenommen und auf einer Stellfläche abgestellt werden. Das Hammerwerfen und Kugelstoßen ist allein durch seine Art, die Umgebung und Kleidung der Spieler, nicht mit einer Normalen- und uns bekannten Sportveranstaltung zu vergleichen. Sogar bei dem simplen Tauziehen und Wettrennen kann Freude aufkommen. Da blitzt das Auge der Damen auf, wenn der Kilt weht. Um die Arena herum waren Verkaufsstände aufgebaut, wo man sich mit Bier, Fish’n Chips, Jagdaus- rüstungen, Gebäck, Zuckerzeug und anderen „notwendigen“ Dingen, die man auf einem Landfest an- geboten bekommt, versorgen konnte. Da die diesjährigen Wahlen bevorstanden, hatten sich auch einige Politiker eingefunden - sie nahmen aber an den Wettkämpfen nicht teil! Während der Spiele war auf einem Podest der Wettbewerb im Tanz. Die Tänzerinnen auf der Fläche waren unermüdlich zu den Klängen eines Dudelsackes in Bewegung. Zugleich wurde in einer anderen Ecke ein Wettbewerb der Dudelsackspieler durchgeführt. Die Klänge vereinigten sich dann noch mit der Pipeband, die das Spielfeld in zügigen Schritten, dudelnd überquerten. Hier war was los! Es war ein besonderes Ereignis in dieser Region. Heiliger Dudel - beinahe wie bei Obelix :-)   Blair Castle, das Schloss selbst, hat in seiner 700-jährigen Geschichte viel erlebt. Die Spuren seiner aufregenden Vergangenheit können besichtigt werden, bequem, da der Stellplatz nur ca. 10 Gehminuten entfernt ist. Eindrucksvolle Sammlungen, Mobiliar und Räumlichkeiten verteilt über einige Stockwerke und ein schöner Park, breitet sich vor dem Besucher aus. Schottland, in diesem Jahr, war wieder eine Reise wert. Ein schönes Land und nette Leute!
Schottland im Reisemobil  haggishunter